Gemäß Antrag wurde während der Vorstandssitzung vom 28.05.11 in Himmelkron die DCG Region Rheinland-Pfalz aufgelöst. Folgende Gründe waren hierfür relevant: es fehlt seit Jahren ein ordentlicher Kassenbericht; es gibt keinen satzungsgemäßen Regionalvorstand, es fehlt der Kassierer und es finden keine Aktivitäten in dieser Region statt. Das Abstimmungsergebnis: 25 gültige Stimmen, davon 16 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen. Dem Antrag wurde stattgegeben und die Region Rheinland-Pfalz wurde aufgelöst. Der Regionalobmann wurde darüber schriftlich informiert.
Für das Präsidium: Klaus Schmitz, Geschäftsführer (komm.)
DCG-Informationen
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Titelbild:
Scianochromis fryeri zählt zu den am häufigsten im Aquarium gepflegten Bubtbarschen aus dem Malawisee. Vgl. dazu den Beitrag von Jens Hamann Foto: W. Staeck
Haesler, Marcel P., Martin J. Genner & Mairi E. Knight :
Verbreitung von Polyandrie bei Cichliden des Malawisees. Teil 1
Hamann, Jens:
Das Aquarium im Landesmuseum Detmold
Schmitz, Klaus:
Süßwasserabschäumung – und es funktioniert doch!
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des VDA,
Groß angekündigt fand am vergangenen Freitag in Berlin eine Pressekonferenz der beiden Tierschutzvereinigungen Pro Wildlife und Deutscher Tierschutzbund anlässlich der Präsentation einer Dokumentation
Missstände auf Tierbörsen 2010 Deutscher Tierschutzbund, Pro Wildlife
(Hinweis, die Datei ist 3,7 MB)
statt.
Anlässlich dieser Dokumentation sprechen sich beide Tierschutzvereinigungen kategorisch gegen die Veranstaltung von Tierbörsen aus und fordern ein generelles Verbot. Die Gründe für die Forderungen des Verbots sehen Pro Wildlife und der Deutsche Tierschutzbund neben den von ihnen dokumentierten Missständen vor allem in der Tatsache, dass mit den Leitlinien für Tierbörsen keine verbindlichen und rechtswirksamen Verordnungen geschaffen wurden. Die Überprüfung und Kontrollmöglichkeiten seien aufgrund der Personalstellen und der Sachkunde von Amtsveterinären nicht gewährleistet, weshalb der einzige Weg ein generelles Verbot sei. Weiterlesen
Wie in letzter Zeit häufiger zu lesen war, hat sich das Ökosystem Viktoriasee in den vergangenen Jahrzehnten radikal verändert. Zunächst wurden durch das Aussetzen des Nilbarsches und seine explosionsartige Vermehrung viele Cichlidenarten an den Rand ihrer Existenz gedrängt oder ganz ausgerottet.
Das Einbringen der Wasserhyazinthe und ihre hemmungslose Vermehrung hatten zur Folge, dass große Wasserflächen von diesen Schwimmpflanzen aus Südamerika so dicht überwuchert wurden, dass kein Licht mehr in das Wasser gelangen konnte und deshalb kein Algen- und Pflanzenwachstum unter diesem Pflanzenteppich möglich war. Damit wurden die Nahrungsgrundlagen vieler Lebewesen und zwangsläufig auch die der folgenden Glieder in der Nahrungskette zerstört.
Die rapide wachsende Zahl der Menschen, die sich am See angesiedelt haben und ihre ungeklärten Abwässer in den See leiten tun ein Übriges, um den Tieren das Leben zu erschweren. Der eingeleitete Schmutz und die durch Niederschläge eingeschwemmten Düngemittel haben bewirkt, dass das Gewässer an sehr vielen Stellen so trübe ist, dass die Fische nicht mehr die Farben ihrer Geschlechtspartner erkennen können. Dadurch kam es in den letzten Jahren zu einer Vielzahl von Seehybriden, die es früher nicht gab. Im Gegenzug verschwanden viele reine Arten.
Durch einige Glücksfälle war die Interessengemeinschaft Viktoriasee-Cichliden (IgV) in der Lage, mehrere im See ausgestorbene Cichlidenarten von Forschungsinstituten zu übernehmen und reinrassig zu vermehren. Die IgV besteht aus nur wenigen aktiven Aquarianern, ist aber bestrebt, ihre Arbeit auf ein größeres Fundament zu stellen. Aus diesem Grund ist sie an die DCG heran getreten, um auszuloten, ob hier ein Interesse an der Gründung eines Arbeitskreises “Viktoriasee-Cichliden” besteht.
Was können wir bieten:
Mit Sicherheit einige der seltensten Cichliden, die es gibt; viele der farbenprächtigsten Cichliden; ein kollegiales Miteinander und Kontakte zu verschiedenen Forschungsinstituten.
Was wir suchen:
Engagierte Aquarianer, die teamfähig sein sollten und unsere Idee teilen, die bedrohten Arten, die es bis in unsere Aquarien geschafft haben, zumindest für die Aquaristik zu erhalten.
Deshalb unser Aufruf:
Wer macht mit bei einem Arbeitskreis “Viktoriasee-Cichliden”?
Axel Böhner
Interessenten melden sich bitte beim Geschäftsführer Klaus Schmitz, Geschäftsführer, komm.
geschaeftsfuehrer@dcg-online.de oder 05237- 9099824
Protokoll der Mitgliederversammlung 2011 der Deutschen Cichliden-Gesellschaft e. V.
Datum: 29. Mai 2011; Uhrzeit: 10:00 Uhr bis 11:23 Uhr
Ort: Tagungsraum des Hotel Opel, Lindig 2, 95502 Himmelkron
Region: Oberfranken
Präsenz: siehe Anwesenheitsliste.
Tagesordnung:
1. Begrüßung und Formalia
2. Anträge zur Tagesordnung
3. Berichte des Präsidiums, der Obleute und Ressortleiter
4. Kassenbericht 2010
5. Bericht der Kassenprüfer
6. Entlastung des Präsidiums
7. Haushaltsplan 2012
8. Wahl eines Kassenprüfers
9. Anträge
10. Vorbereitung der Mitgliederversammlung 2012
11. Verschiedenes
TOP 1: Begrüßung und Formalia
Winfried Poesdorf eröffnet die Versammlung, begrüßt die anwesenden Mitglieder und Gäste und stellt die Satzungsmäßigkeit der Einladung fest.
TOP 2: Anträge zur Tagesordnung
Es müssen zwei neue Kassenprüfer gewählt werden, da Klaus Schmitz kommissarisch ins Präsidium wechselt.
TOP 3: Berichte des Präsidiums der Obleute und Ressortleiter
3.1 Präsident:
Winfried Poesdorf berichtet über die Formalie des Präsidentenrücktritts am 31.12.2010 und erläutert dies kurz. Es folgt eine Stellungnahme zum Rücktritt des Redakteurs Roland Fischer. Das Präsidium der DCG stellt fest, dass eine ordnungsgemäße Übergabe des DCG-Eigentums bisher nicht stattgefunden hat. Der Vorstand hat beschlossen, auf gerichtliche Maßnahmen zur Herausgabe der Sache zu verzichten. Die zum wiederholten Male in die Kritik der Öffentlichkeit geratenen Börsen werden angesprochen. Um Probleme mit dem Veterinäramt im Vorhinein zu vermeiden, sollten sich die Regionen streng an die Durchführungsbestimmungen der Börsenordnung halten.
3.2 Geschäftsführer:
Winfried Poesdorf erläutert die durch weiter sinkende Zahlen gekennzeichnete Mitgliederentwicklung. Im Jahr 2010 stehen 90 Aufnahmen 190 Abgängen (Kündigungen, verstorbene Mitglieder, Streichungen) gegenüber. Am 1.1.2010 hatte die DCG 2135, am 31.12.2010 2225 und am 1.1.2011 2035 Mitglieder. Die Region Rheinland-Pfalz musste stillgelegt werden. Erfreulich sind die Neugründungen der Regionen Mittelfranken und Niederbayerns.
TOP 4: Kassenbericht 2010
Michael Schulte stellt den Kassenbericht 2010 vor und erläutert wichtige Punkte im Detail.
TOP 5: Bericht der Kassenprüfer
Kassenprüfer Michael Hummler berichtet über die äußerst korrekte Buchführung des Schatzmeisters Michael Schulte und des Leiters der Versicherungsstelle Friedrich Lütkemöller. Unklare Buchungen konnten am Vortag während der Vorstandssitzung ausgeräumt werden. Er bestätigt, dass die Bücher korrekt und übersichtlich geführt wurden.
TOP 6: Entlastung des Präsidiums
Die Kassenprüfer stellen den Antrag auf Entlastung des Präsidiums. Der Antrag wird einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen angenommen. Damit ist das Präsidium entlastet.
TOP 7: Haushaltsplan 2012
Weil auf der Vorstandssitzung beschlossen wurde, vorerst nicht aus dem BNA auszutreten, muss unter Einnahmen C Auflösung Rücklagen 8.000 Euro anstatt 6.000 Euro und bei den Ausgaben Beitrag BNA 2.000 Euro anstatt 0 Euro eingetragen werden. Somit ergeben sich Gesamteinnahmen und Ausgaben von 87.200 Euro. Der Haushaltsplan wird einstimmig beschlossen.
TOP 8: Wahl von zwei Kassenprüfern
Da Michael Hummler nach drei Jahren aus dem Amt als Kassenprüfer ausscheidet und Klaus Schmitz zum kommissarischen Geschäftsführer ernannt wird, müssen satzungsgemäß zwei neue Kassenprüfer gewählt werden. Heinz Strauch aus Eppelheim wird als zweiter Kassenprüfer und Anni-Maria Guwack aus Österreich als dritte Kassenprüferin einstimmig gewählt.
TOP 9: Anträge
Anträge zur Mitgliederversammlung liegen nicht vor.
TOP 10: Vorbereitung der Mitgliederversammlung 2012
Eine Vorstandssitzung und die Mitgliederversammlung 2012 werden von der Region Rheingau/Rheinhessen in Oppenheim ausgerichtet. Ein genauer Termin wird noch festgelegt.
TOP 11: Verschiedenes
Winfried Poesdorf bedankt sich bei der Region Oberfranken für die vorbildliche Ausrichtung von Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung sowie bei den anwesenden Mitgliedern für die Teilnahme und schließt die Mitgliederversammlung um 11:23 Uhr.
Himmelkron, den 29. Mai 2011
Winfried Poesdorf (kom. Präsident) Michael Hummler (Protokollführer)
Die Anlagen Kassenbericht 2011 und Haushaltsplan für 2012 können – auch einzeln – gegen Rückporto beim Geschäftsführer angefordert werden.
Einwendungen gegen das Protokoll müssen innerhalb von sechs Wochen nach dessen Veröffentlichung schriftlich beim Geschäftsführer eingegangen sein.
Ingo Schindler
DCG- Informationen 41 Heft (7)
Die Angaben, wie viele Buntbarscharten es gibt, schwanken erheblich. Kullander (2003) schätzt die Zahl der Spezies auf etwa 1.900. Stawikowski & Werner (1998) gehen von mehr als 2.000 aus. Manche erwarten sogar bis zu 4.500 Arten. Um genauer festzustellen, wie viele Art-Taxa bisher beschrieben wurden und um Abschätzungen über die Gesamtzahl vornehmen zu köNnnen, habe ich die Daten aus den „Catalog of Fishes“ (Eschmeyer & Fricke 2010) ausgewertet und die Ergebnisse grafisch dargestellt. Als Synonyme rechne ich dabei jedes Taxon, das zu irgendeinem Zeitpunkt als solches erkannt wurde. Weiterlesen
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Titelbild:
Trotz seines grimmigen Aussehens den Nachkommen gegenüber friedfertig: Cyphotilapia gibberosa. Foto: W. Staeck
Grunow, Wolfgang:
Ungewöhnliche Beobachtungen bei der Zucht von Cyphotilapia gibberosa
Büscher, Heinz H.:
Beobachtungen zum Fressverhalten von Cyphotilapia in der Natur
Jähde, Frank:
Erfolgreiche Pflege von Cichliden der Gattung Tropheus
Die Jahreshauptversammlung des BNA am 28.05.2011 brachte manche Neuerungen: Nachdem neben dem langjährigen Präsidenten, Staatsminister a.D. Bernd Schmidbauer, auch die Vizepräsidenten Spitzer und Feuchter für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung standen, gibt es Neuigkeiten in der Führungsriege.
Bernd Schmidbauer, der den BNA seit 2003 und damit acht Jahre lang geführt hatte, dankte einleitend dem Geschäftsführer Lorenz Haut, der in nun 22 Jahren als Geschäftsführer sehr viel für die Tierhaltung in menschlicher Obhut erreicht hat. Er blickte mit Stolz auf die Entwicklung des Schulungszentrums zurück: Seit vor fast genau zehn Jahren der Beschluss gefasst worden sei, ein Schulungszentrum zu errichten, sei eine vorbildliche Tieranlage, gepaart mit Schulungsräumen und eingerichteten Klassenräumen für den praktischen Biologie-Schulunterricht, entstanden. Die letzten beiden Jahre seien durch erhebliche Querelen geprägt gewesen; nunmehr habe man aber der Grundstein für einen Neuanfang gelegt. Insbesondere die konfliktfreie Belieferung mit Vogelringen habe der BNA für die Zukunft sichergestellt und könne also weiterhin den ihm verliehenen, hoheitlichen Aufgaben nachkommen.
Schmidbauer zeigte die Perspektiven der Verbandsarbeit in der nächsten Zeit auf: Die Mitarbeit an neuen und der Überarbeitung der bestehenden Gutachten – er wies besonders auf das Qualzucht-Gutachten hin – sei von erheblicher Bedeutung. Auch müsse die Sachkundeschulung nach § 11 TierSchG für gewerbliche Tierhalter ausgebaut werden; der – noch freiwillige – “Tierführerschein” zum Nachweis der “Jedermanns-Sachkunde” nach § 2 TierSchG solle dagegen in Händen der Züchterverbände bleiben. Besonders stellte Schmidbauer das Konzept “BNA und Schule” heraus: Die Sensibilisierung von Kindern und deren Heranführung an eine verantwortungsbewußte Tierhaltung und auch die Erstellung von Unterrichtseinheiten seien eine besonders wichtige Aufgabe für den Verband. Einrichtungen wie der “Lernort Wiese” und das “Bienenhotel” seien hierfür besonders geeignet. Es sei zu hoffen, dass die bislang ausgebliebene finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand nunmehr erreicht werden könne.
Wie Vizepräsident Walter Grau anschließend berichtete, ist im Artenschutzbereich zwar noch viel Bürokratismus aufzufinden; durch den Wegfall der Positivlisten-Diskussion besteht aber insoweit keine grundsätzliche existentielle Bedrohung der Tierhaltung in menschlicher Obhut mehr. Leider, so Grau, meinten deshalb manche Mitglieder, man brauche den BNA nicht mehr. Dies sei höchst kurzsichtig; auch im tierschutzrechtlichen Bereich (beispielsweise bezüglich Tierbörsen) sei eine ständige Diskussion zu Lasten der Tierhaltung nach wie vor vorhanden. Es gebe keine Ruhephase für den Verband; nach wie vor habe man viele Gespräche zu führen, um den Fortbestand der Tierhaltung trotz “Gegenwindes” abzusichern.
Die Wandlung des BNA – der Schwerpunkt seiner Tätigkeit verschiebe sich doch sehr vom Arten- zum Tier-, sprich Individuenschutz – zeige, das es weiterhin und unverändert viel zu tun gebe. Teilweise unsachgemäße Bestrebungen außerhalb Deutschlands, derart hohe Haltungsbedingungen durchzusetzen, dass die private Tierhaltung unmöglich gemacht würde, gäben Grund zur Sorge und machten den Handlungsbedarf deutlich. So würden beispielsweise in der Schweiz derart große Gehegegrößen für Greifvögel gefordert, dass die Tiere beim Fliegen zu hohe Geschwindigkeiten erzielten und sich dann verletzen, und in Österreich würden an die Haltung von Zierfischen im Zoofachhandel extrem hohe Anforderungen an die Größe der Haltungsaquarien gestellt.
Grau forderte den Einheitsring zur Kennzeichnung von Vögeln für die drei Bereiche Artenschutzrecht, PsittakoseVO und WildschutzVO. Hier könne viel Bürokratie abgebaut werden.
Nach kurzen Berichten der Vizepräsidenten Elster und Feuchter, der gleichfalls klar machte, dass eine starke Gemeinschaft gerade gegenüber bürokratischem Handeln notwendig sei, erstattete BNA-Geschäftsführer Lorenz Haut Bericht. Er erwähnte besonders die Förderung des Schulungszentrums durch die Dietmar-Hopp-Stiftung und bedauerte gleichfalls die demgegenüber fehlende Förderung durch öffentliche Mittel. Haut stellte die breite Akzeptanz des BNA in Kreisen der Tierärzteschaft heraus. Bezüglich der immer wieder festzustellenden Bemühungen mancher Tierschutzorganisationen, die Tierhaltung in menschlicher Obhut so weit wie möglich zu reduzieren, betonte er die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs. Die Forderungen des BNA dahingehend, dass die artenschutzrechtliche Meldepflicht bei Anhang-B-Arten sowie die seit Jahren umstrittene artenschutzrechtliche Beweislastumkehr wegfielen, würden wohl weiterhin am Widerstand des Bundesländer scheitern. Hingegen sehe er reelle Chancen bei der Durchsetzung eines einheitlichen Vogelrings nach BArtSchVO, PsittakoseVO und WildschutzVO sowie einer erheblichen Ausweitung der Anlage 5 der BartSchVO (Tierarten, die nicht mehr gemeldet werden müssen) auf Anregung des BNA.
Bezüglich der Haltung gefährlicher Tiere sei der BNA gleichfalls aktiv; Haut sprach sich, schon aus Gründen der Kontrollmöglichkeit, gegen ein Haltungsverbot aus, forderte aber strenge Kontrollen (Bestandsbuch, Sicherheitsauflagen, Meldepflicht, spezieller Sachkundenachweis).
Der Geschäftsführer verhehlte nicht, das er die aktuelle Entwicklung (Mitgliederzahlen, fehlende Förderung) mit Sorge betrachte. Er dankte dem Präsidenten und den Vizepräsidenten abschließend für die gute Zusammenarbeit.
Der Kassenbericht von Vizepräsident Udo Elster zeigte, dass – sicherlich verursacht durch die Abwanderung von Mitgliedern, aber auch durch das Fehlen eigentlich erwarteter Förderungen – die finanzielle Lage des BNA verbesserungsbedürftig ist. Der von Kurt Landes vorgetragene Prüfbericht bescheinigte hingegen eine vorbildliche Kassenführung, so dass der Vorstand einstimmig entlastet werden konnte.
Der von BNA-Vizepräsident Walter Grau vorgebrachte Antrag, den scheidenden Präsidenten Schmidbauer sowie Vizepräsident Karl-Heinz Spitzer, der dem BNA in vergangenen Jahren gleichfalls als Präsident vorgestanden hatte, zu Ehrenpräsidenten zu ernennen, wurde sodann einstimmig angenommen.
Für das Präsidentenamt stellte sich Walter Grau zur Verfügung, der nicht nur Gründungsmitglied des BNA ist, sondern den Verband vom ersten Tage an als Vizepräsident begleitet hat. Seine Wahl erfolgte ebenso einstimmig wie die der Vizepräsidenten Udo Elster, Dr. Marcellus Bürkle und Kurt Landes. Nach der Wahl der Kassenprüfer Helga Thösen und Hans-Jürgen Görze endete eine Jahreshauptversammlung, die dem BNA hoffentlich den Weg zu vielen weiteren Jahren erfolgreicher Arbeit weisen wird.
Dietrich Rössel
Am letzten Wochenende, 06. -08. Mai 2011, hatten die Vereine des Bezirkes 01 Berlin/Brandenburg zum Verbandstag und Bundeskongress nach Berlin in die Tegeler Seeterrassen eingeladen. Der Tagungsort, idyllisch gelegen und mit der Nähe zur Konradshöhe und der Rahlsdorfer Mühle auch von historischer Bedeutung für die Aquaristik. Es wurden rund 400 VDA-Mitglieder, viele Gäste sowie rund achtzig Kinder und Jugendliche mit strahlendem Sonnenschein auf dem Kongress begrüßt. Die schon am Donnerstag oder Freitag angereisten Gäste hatten die Möglichkeit, sich Berlin anzusehen, sich die Zeit bei einer Stadtrundfahrt mit dem Dampfer oder einer Besichtigung des Aqua-Dom zu vertreiben. Währenddessen berieten die Delegierten des Verbandstages die gestellten Anträge. Die 2010 gegründete Strukturkommission stellte das erarbeitete Konzept die “Strategie 2015 – Nichts muss – alles kann” vor. In diesem Konzept gibt es einen klaren Fahrplan für weitreichende Pläne, den VDA für das 21. Jahrhundert fit zu machen. Eine umfangreiche Veröffentlichung dieser Planungen ist bereits an alle Mitglieder des Verbandstages gegangen und wird in der nächsten Ausgabe VDA-aktuell (Erscheinungstermin 05.Juli 2011) publiziert. Mit der schrittweisen zügigen Umsetzung dieser Planung wird sich die Strukturkommission im Jahr 2011 beschäftigen.
Zeitgleich fand auch der 3. VDA-Bundesjugendkongress in Berlin statt. VDA-Jugendgruppen aus ganz Deutschland reisten nach Berlin und nahmen an einem tollen Programm, welches parallel zum Verbandskongress stattfand, teil. Rund achtzig Jugendliche haben sich in Berlin getroffen und das Wochenende mit vielen gemeinsamen aquaristischen Unternehmungen Seite 2 von 2 verbracht. Am Freitag trafen sich alle in der Jugendherberge Fritz-Reuter und nahmen am Aquaristik-Workshop teil. Dort wurden Biofilter geklebt, Ab- und Zuflüsse angebohrt, Wasserwerte gemessen und Aquarien eingerichtet.
Am Samstag stand eine kurze Teilnahme am Kongress, eine Führung hinter die Kulissen des Berliner Zoo Aquariums und eine Stadt-Rallye auf dem Programm. Am Abend wurde gemeinsam am Seeufer des Tegeler Sees gegrillt. Mit der Vorstellung der Aktivitäten des Jugendkongresses, mit einer eigenen Präsentation auf dem VDA-Bundeskongress, endeten diese tollen Tage.
Zu den Veranstaltungen auf dem VDA-Kongress gehörten neben den angekündigten Vorträgen, den Präsentationen im Foyer, der großen Tombola, auch ein Interview-Marathon. Der Präsident des VDA, Dr. Stefan K. Hetz, interviewte sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aus der Aquaristik-Szene zu verschiedenen Themen rund um die Aquaristik. Diese Interviews wurden aufgezeichnet und werden nach der Fertigstellung auf der Web-Seite des VDA (www.vda-online.de) zu sehen und hören sein. Es war ein rundum gelungenes Programm, welches die Organisatoren auf die Beine gestellt hatten. Aber auch die breite Unterstützung aus Handel und Industrie macht es möglich, den Jugendkongress in diesem Jahr und auch im nächsten Jahr wieder stattfinden zu lassen.
Kathrin Glaw
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Titelbild:
Trotz ihrer lebhaften Färbung werden Buntbarsche aus dem Viktoriasee recht selten im Aquarium gepflegt (im Bild ein Männchen von Haplochromis sp. cf. “thick skin like”). Vgl. dazu den Beitrag von Axel Böhner und die Buchbesprechung in diesem Heft. Foto: W. Staeck
Böhner, Axel:
Die Geschichte meiner Viktoriasee-Cichliden
Stach, Ulrich:
Die Vergesellschaftung von Viktoriasee-Cichliden mit Buntbarschen aus den beiden anderen ostafrikanischen Grabenseen
Staeck, Wolfgang:
Buchbesprechung: Die Viktoriasee-Cichliden in Deutschland
Kontakt: Detlef Storch, Tel.: 0175/8162980, E-Mail: neptuns.werkstatt@web.de
Gründungsversammlung mit Wahl des Regionalobmanns und Kassierers für die Region Mittelfranken am Freitag, den 13. Mai 2011 um 19.30 Uhr. Veranstaltungsort: “Wirtshaus zum TSV Falkenheim”, Germersheimer Strasse 86, 90469 Nürnberg. Über rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen.
Am 28. Februar 2011 ist nach schwerer Krankheit unser Gründungsmitglied des Arbeitskreises Zwergcichliden und Freund Thomas Fischer viel zu früh von uns gegangen.
Neben seiner Vorstandstätigkeit als Kassenwart im AKZ war Thomas maßgeblich am Aufbau der Artenbestandserfassung beteiligt. Seine humorvoll gestalteten Artikel in den AKZ-News und anderen Fachzeitschriften werden unvergessen bleiben. Gern gab er sein beachtliches Wissen über Zwergcichliden bei Vorträgen und in Internet-Foren weiter.
Beispiellos war sein Einsatz bei der Organisation unserer Jahrestreffen, wo er unter anderem immer eine große Vielfalt an Ausstellungstieren organisierte und mit viel Liebe und Enthusiasmus die Ausgestaltung der Tombola vornahm. Für den AKZ-Kalender 2011 stellte Thomas einige seiner tollen Bilder zur Verfügung.
Der AKZ verliert mit Thomas Fischer einen hervorragenden Aquarianer und eine beeindruckende Persönlichkeit. Er hinterläßt bei uns eine schwer zu schließende Lücke. Wir werden Ihn sehr vermissen. Als unser Vorbild behalten wir Thomas in bleibender Erinnerung und werden die Arbeit im Arbeitskreis in seinem Sinne fortführen.
In aufrichtiger Anteilnahme und in Gedanken an seine Familie
Im Namen des Vorstandes und der gesamten Mitgliedschaft des AKZ
Lutz Wiede
Um die Kenntnisse über die Fischfamilie der Buntbarsche zu vervollständigen und zu verbreiten, hat sich die Deutsche Cichliden-Gesellschaft e. V. die Aufgabe gestellt, Personen zusammenzuführen, die an der Pflege, Vermehrung, Zucht und wissenschaftlichen Erforschung von Cichliden interessiert sind. Der Verein bemüht sich ferner, den Schutz aller, insbesondere aber bedrohter Cichlidenarten zu fördern. Da auch die Verbreitung und Pflege der in der Aquaristik vorhandenen Buntbarsche zu den in seiner Satzung genannten Aufgaben gehört, gibt es folglich auch eine Reihe von Aktivitäten, um die Verwirklichung dieser Ziele zu gewährleisten.
Zu den zu diesem Zweck durchgeführten Maßnahmen gehört die Erhebung von Daten über die in der DCG gezüchteten Buntbarsche. Nachzuchtstatistiken wurden über Jahre hinweg angelegt und in Fachzeitschriften publiziert.
Die freiwillige Meldung durch die Züchter und die ständige Aktualisierung der Daten ist dabei eine der großen Herausforderungen für die DCG. Weiterlesen
Wir danken dem VDA für die Bereitstellung der Datei.
Näheres wir später hier veröffentlicht.
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Der Kubabuntbarsch ist ein aggressiver, stark wühlender und räuberischer Großcichlide. Wenn aber man weiß, worauf man sich bei der Pflege dieser Fische einlässt, kann man sehr viel Freude an diesem prächtigen, temperamentvollen Buntbarsch haben. Vgl. den jetzt folgenden Schluss des im Märzheft angefangenen Beitrags.
Foto: Rico Morgenstern
Morgenstern, Rico:
Der Kubabuntbarsch: Nandopsis tetracanthus (Valenciennes, 1831) - 2. Teil
Schindler, Ingo:
Verbreitungsmuster und Artenreichtum südamerikanischer Cichliden
Grad, Joachim:
Ein rätselhafter Cichlide: Astatheros margaritiferus (Günther, 1862)?
Krahnefeld, Lutz:
Zur Identität von Astatheros margaritiferus
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Wie viele Arten und Unterarten von Diskusbuntbarschen in der Gattung Symphysodon zu unterscheiden sind, ist bei Ichthyologen und Taxonomen umstritten: hinten ein Brauner, in der Mitte ein Grüner und vorn ein Blauer Diskusfisch. Vgl. auch den Beitrag von Michael Schönefeld und die Buchbesprechung in diesem Heft.
Hablützel, Pascal I.:
Bolivianische Cichla:
mehrere Arten oder Polychromatismus?
Schamel, Wolfgang A.:
Blaue Farbpigmente
Schönfeld, Michael J.:
Rote Diskus-Wildfänge aus dem Lago Nhamundá, Lago Cuipeua, Rio Içá und der Santarém-Region
Staeck, Wolfgang:
Buchbesprechung: Das große Diskusbuch
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Titelbild:
Die Färbung von Tilapia ruweti ist außerordentlich variabel, da die Art unter dem Einfluss unterschiedlicher Stimmungen und Erregungszustände zu einem erstaunlichen Farbwechsel fähig ist. Fotos: Anton Lamboj
Lamboj, Anton:
Tilapia ruweti (Poll & Thys van den Audenaerde, 1965):
ein schöner und kleiner Cichlide aus dem zentralen Afrika
Morgenstern, Rico:
Der Kubabuntbarsch: Nandopsis tetracanthus (Valenciennes, 1831)
Haubner, Michael, und Rainer Hoyer:
Die Roten aus Nigeria: Hemichromis cf. letourneuxi Sauvage, 1880
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Titelbild:
Cichla pleiozona erinnert im Habitus ebenso wie alle anderen Cichla-Arten wegen der tiefen Einkerbung zwischen dem hart- und weichstrahligen Teil der Rückenflosse an die Echten Barsche aus der Fischfamilie Percidae, die sowohl eine hart- als auch eine weichstrahlige Rückenflosse besitzen. Vgl. dazu den Beitrag in diesem Heft von Ingo Schindler.
Spreinat, Andreas:
Aristochromis christyi: der „edle“ Räuber aus dem Malawisee
Schindler, Ingo:
Warum Buntbarsche keine Barsche sind
Staeck, Wolfgang:
Brutpflegehilfe und Fortpflanzung in der Gattung Julidochromis
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Titelbild:
Im Jahr 1911 war Pelvicachromis taeniatus erstmals als Aquariumfisch nach Hamburg importiert worden. Eine dauerhafte aquaristische „Karriere“ war der Art zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gegönnt, denn bereits 1920 war sie zumindest in Deutschland wieder ausgestorben. Heute erfreut sich der westafrikanische Zwergbuntbarsch einer weiten Verbreitung in unseren Aquarien. Dies ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Farbvariationen aus der Heimat der Fische bekannt geworden sind. Im Bild: Weibchen unterschiedlicher Farbvarianten von Pelvicachromis taeniatus. – Fotos: Wolfgang Staeck
Staeck, Wolfgang:
Ein Jahrhundert aquaristische Erfahrungen mit Pelvicachromis taeniatus (Boulenger, 1901)
Bauer, Ralf:
Konsumware Buntbarsch?
Böhner, Axel:
DCG Briefkasten – Betrifft: Victoriasee-Cichliden
Am 14. September 1997 wurde ich auf der Mitgliederversammlung in Dortmund zum Präsidenten der DCG gewählt. Damals war die aquaristische Welt noch weitgehend in Ordnung: Nach dem Abklingen des Tanganjikasee-Booms standen gerade die südamerikanischen Zwergbuntbarsche, die damals Jahr für Jahr mit immer neuen Arten eingeführt wurden, bei vielen DCG-Mitgliedern im Zentrum des Interesses. Abgesehen von Brasilien waren in den meisten Heimatländern von Cichliden der Fang und die Ausfuhr von Fischen noch geduldet und problemlos möglich. Die Einfuhr nach Deutschland erfolgte ebenfalls noch unbürokratisch, denn die Vorschrift, bei der Einreise ein veterinärmedizinisches Gesundheitszeugnis für die Tiere vorzulegen, existierte noch nicht. Selbst der Transport von Fischen im Handgepäck war auf Flügen noch nicht verboten. Auch Börsen waren damals in den meisten Bundesländern kaum reglementiert und konnten ohne Überwachung durch einen Amtstierarzt unbürokratisch durchgeführt werden. Im Auftrag des betreffenden Ministeriums wurde aber bereits an dem 1999 veröffentlichten Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Zierfischen gearbeitet, für das ich als Vertreter der DCG Anregungen einbringen konnte.
Ein Rückblick auf die seit dem vergangenen Jahre offenbart in der DCG ein außerordentlich lebendiges Vereinsleben und überraschend viele positive Veränderungen und Entwicklungen, die inzwischen eingetreten sind. Die ersten Jahre bis 2002 waren für den Vorstand und das Präsidium außerordentlich arbeitsreich, denn nicht nur die Satzung, sondern auch die Wahl- und Börsenordnung mussten dringend überarbeitet werden. Ferner bestand die Notwendigkeit, Geschäftsordnungen für die Regionen, Arbeitskreise und Ressorts zu erarbeiten. Um diese Aufgaben zu bewältigen, wurden extra Arbeitssitzungen einberufen, auf denen sich der Vorstand zielgerichtet in Arbeitsgruppen aufteilte, um unterschiedliche Probleme zu lösen.
Im Jahr 2000 wurde das Ressort EDV und Internet gegründet, um die DCG mit einer eigenen Homepage im Internet möglichst wirkungsvoll zu präsentieren. Ende 2010 wurde das inzwischen zehn Jahre alte und etwas angestaubte Konzept gerade grundlegend verändert und modernisiert. Für eine bessere Information der Mitglieder beschloss der Vorstand ferner, in DCG-Aktuell die Protokolle der Mitgliederversammlungen und die Termine überregionaler Veranstaltungen regelmäßig zu veröffentlichen. Im Jahr 2000 ist der rührige Arbeitskreis Diskus und 2009 der Arbeitskreis West- und Zentralafrika gegründet worden. Darüber hinaus wurde die sehr fruchtbare enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Zwergcichliden im VDA in den vergangenen Jahren kontinuierlich intensiviert.
Seit 1999 wird jährlich der mit 2.500 Euro dotierte Cichliden-Förderpreis vergeben. um Arbeiten finanziell zu unterstützen, die die wissenschaftlichen und aquaristischen Kenntnisse über die Fischfamilie der Cichliden vervollständigen, sowie Projekte zu fördern, die sich im Sinne des Natur- und Artenschutzes auf Buntbarsche beziehen. Bisher wurden unter anderem Projekte unterstützt, in denen die Artenvielfalt der Cichliden im Viktoria- und Tanganjikasee, die Systematik und Ökologie der Diskusbuntbarsche, die Phylogenie und Biogeographie verschiedener südamerikanischen Cichlidengattungen sowie die Verhaltensbiologie und Evolution von Tanganjikasee- und Malawiseebuntbarschen untersucht wurden (vgl. www.dcg-online.de). Mehrere Empfänger des Cichliden-Förderpreises haben inzwischen interessante Ergebnisse der geförderten Projekte in unserer Vereinszeitschrift DCG-Informationen veröffentlicht.
Zusätzlich wurde vom Verein mehrfach der Jugendförderpreis ausgeschrieben. Wiederholt ist ein Dia- bzw. Fotowettbewerb durchgeführt worden. Um die Bemühungen zu dokumentieren, die von DCG-Mitgliedern gepflegten Cichlidenarten durch Nachzucht für die Aquaristik zu erhalten, wurde für die Jahre 1998/1999, 2001/2002 und 2005/2006 jeweils eine Nachzuchtstatistik erstellt und deren Ergebnisse in den aquaristischen Zeitschriften veröffentlicht. Schließlich ist im Laufe der Jahre die Literatursammlung, die inzwischen zum Teil digitalisiert wurde, um mehrere Tausend Titel vergrößert worden.
Ein besonders wichtiges Datum ist der 1. Januar 2004, denn damals erschien die Vereinszeitschrift DCG-Informationen erstmals in dem inzwischen vertrauten weit attraktiveren größeren Format. Zwischen 2002 und 2009 erhielten die Mitglieder zusätzlich zu den monatlichen Ausgaben sechs Sonderhefte sowie das Inhaltsverzeichnis der Jahrgänge 1970 bis 2006. Eine auf positive Resonanz gestoßene Neuerung ist auch Beschluss von 2008, falls es die eingereichen Manuskripte erlauben, pro Jahr bis zu vier Ausgaben der Vereinszeitschrift jeweils ausschließlich einem bestimmten Thema zu widmen.
Wegen des Arbeitsaufwandes, aber auch wegen der sogar internationalen Außenwirkung sind die Aquarienausstellungen der DCG in den Jahren 2007 und 2009 währen der Cichlidentage in Duisburg sowie 2009 während der Buntbarschtage in Berlin besonders hervorzuheben.
Aufgrund der ständig zunehmenden Politisierung der Tierhaltung hat die DCG in den vergangenen Jahren über den Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA) gezielt versucht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten politischen Einfluss auf die Gestaltung geplanter Vorschriften und Gesetze zu nehmen, welche die Aquaristik betreffen. Ein Mitglied ist deshalb Vizepräsident des BNA geworden. Besonders hat sich die DCG für ein Verbot von Qualzuchten eingesetzt. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass die DCG zwar nicht generell gegen Zuchtformen ist, dass sie jedoch auf ihren Börsen und Ausstellungen Artkreuzungen verboten hat.
Neben den zahlreichen positiven gab es im Verein aber leider auch negative Veränderungen. Während es 1997 noch über 3.000 DCG-Mitglieder gab, sind es in diesem Jahr nur noch knapp 2.200. Obwohl auch alle anderen Aquarienvereine im In- und Ausland einen herben Verlust von Mitgliedern beklagen, hat der Vorstand der DCG diese Entwicklung nicht tatenlos hingenommen und im Jahre 2007 eine Arbeitssitzung durchgeführt, auf der die Vorstandsmitglieder in drei Arbeitsgruppen nach Möglichkeiten suchten, durch Veränderungen in der Vereinszeitschrift, in der Internetpräsentation der DCG sowie bei den Aktivitäten der Regionen verstärkt neue Mitglieder zu werben.
Eine Konsequenz des nachhaltigen Mitgliederverlustes besteht in einer erhebliche Verminderung der Einnahmen und folglich der finanziellen Möglichkeiten des Vereins. Deshalb hat der Vorstand auf seiner Sitzung im Mai 2009 nach Sparmöglichkeiten gesucht und eine Reduzierung der Ausgaben beschlossen, die bisher noch ohne eine auffällige Einschränkung der Leistungen der DCG auskommt, aber dennoch im Jahre 2010 weiterhin zu einer ausgeglichenen Haushaltsbilanz geführt hat, obwohl der Mitgliedsbeitrag seit 22 Jahren nicht erhöht wurde. Zu den Sparmaßnahmen gehört, dass das Mitgliederverzeichnis nicht mehr gedruckt wird, sondern dass es nur noch an die als Multiplikatoren fungierenden Vorstandsmitglieder in digitalisierter Form verschickt wird, bei denen es die Mitglieder bei Bedarf anfordern können.
Bereits bei meiner Wiederwahl im Jahre 2007 habe ich deutlich gemacht, dass ich nur noch für eine Amtszeit die Funktion des Präsidenten ausüben wollte. Leider hat sich in den vergangenen drei Jahren trotz intensiver Suche kein Nachfolger gefunden. Im Widerspruch zu meiner früheren Erklärung habe ich in diesem Jahr nur deshalb erneut für das Amt des Präsidenten kandidiert, damit, falls sich in den nächsten Monaten ein geeigneter Kandidat finden sollte, dessen unbürokratische kommissarische Ernennung zum Präsidenten bis zu den Wahlen im Jahr 2013 möglich wird.
Ich scheide deshalb zum 31. Dezember 2010 aus dem Präsidium aus. Allen, die mich während der vergangenen Jahre bei meiner Tätigkeit unterstützt und mit mir zum Wohl des Vereins zusammengearbeitet haben, möchte ich dafür herzlich danken. Das sind vor allem die Mitglieder des Vorstandes, die auf den vielen Vorstands- und Mitgliederversammlungen trotz manchmal sehr unterschiedlicher Vorstellungen und Ansichten die Regeln des fairen, konstruktiven Argumentierens und des freundschaftlichen Miteinander niemals verletzt haben. Mein ganz besonderer Dank gilt den beiden anderen Mitgliedern des Präsidiums, die mich beide während meiner recht langen Amtszeit bei der Lösung vieler Probleme mit Rat und Tat begleitet haben.
Im Dezember 2010 Wolfgang Staeck
Am 10. Dezember 2010 haben der Deutsche Tierschutzbund, die Dachorganisation der Tierschutzorganisationen in Deutschland, und die Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife in Berlin eine Pressekonferenz zum Thema Tierbörsen durchgeführt, auf der eine umfangreiche Dokumentation von Missständen auf Kleintier-, Vogel-, Reptilien und Fischbörsen vorgestellt wurde. Die Beanstandungen betrafen zwar in erster Linie einen den Tierschutz verletzenden Umgang mit Kleintieren, Vögeln und Reptilien, aber auch auf Fischbörsen (u. a. auf der Aqua-Fisch in Friedrichshafen, der Aquaristika in Leverkusen, der Parkbörse in Leipzig und einer Fischbörse in Mannheim) wurden Verstöße gegen die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Jahre 2006 veröffentlichten Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten festgestellt. Die wiederholt auf Fischbörsen beanstandeten Mängel waren eine zu geringe Beckengröße, von allen Seiten einsehbare Aquarien und fehlender Sichtschutz, unstrukturierte Aquarien ohne Versteckmöglichkeit, mangelhafte Beschriftung der Verkaufsbecken, fehlende Abstand zwischen Besuchern und angebotenen Tieren sowie der Abtransport von gekauften Fischen in Plastikbeuteln ohne Sichtschutz.
Die Dokumentation wurde Frau Aigner (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und den zuständigen Behörden in den Bundesländern mit der Aufforderung übergeben, Konsequenzen zu ziehen. Beide Tierschutzverbände fordern ein grundsätzliches Verbot von Tierbörsen.
Als Vertreter der DCG hatte ich die Gelegenheit, die Standpunkte unseres Vereins auf der Veranstaltung, an der auch Dr. Hetz, Präsident des VDA, teilnahm, zu erläutern. Grundsätzlich zeigte sich, dass DCG und VDA im Hinblick auf den Tierschutz dieselben Ziele wie der Deutsche Tierschutzbund und Pro Wildlife verfolgen. Ein generelles Verbot von Tierbörsen wird von beiden Aquarianerverbänden aber abgelehnt, weil es unter dem Aspekt des Tierschutzes kontraproduktiv ist. Da Tierbörsen dadurch gekennzeichnet sind, “dass Tiere durch Privatpersonen feilgeboten und untereinander getauscht werden…, um die eigene Nachzucht abzugeben, den Bestand zu reduzieren oder umzustrukturieren” (Leitlinien, S. 5), würde ein Verbot eine Vielzahl neuer tierschutzrelevanter Probleme schaffen.
- Die Leitlinien müssen durch eine rechtsverbindliche, bundesweit einheitliche Verordnung ersetzt werden.
- Der Verkauf von Wildfängen hat auf Börsen zu unterbleiben.
- Das Angebotsspektrum auf einer Tierbörse muss überschaubar sein (beispielsweise entweder Aquarien- oder Terrarientiere).
- Die Größe der Verkaufsbehältnisse muss den Ansprüchen der angebotenen Tiere entsprechen.
- Gewerbsmäßige Händler dürfen auf Börsen nicht als Anbieter auftreten.
- Anbieter, die gegen die Börsenordnung verstoßen, werden künftig von einer Teilnahme ausgeschlossen.
- Tierbörsen sollten einen regionalen Charakter haben.
Mehrere der vorstehend genannten Forderungen werden auf den Fischbörsen der DCG seit langem erfüllt, denn sie sind bereits in der schon 1999 beschlossenen Börsenordnung der DCG enthalten.
Aus gegebenem Anlass werden hier alle DCG-Regionen, die Börsen durchführen, noch einmal nachdrücklich aufgefordert, die Börsenordnung der DCG sowie die in den Leitlinien formulierten Rahmenbedingungen genau einzuhalten. Insbesondere muss bei den von Tierschützern völlig zu Unrecht kritisierten Beutelbörsen die Einhaltung folgender in den Leitlinien genannten Bedingungen unbedingt gewährleistet sein: Die Beutel sind so aufzustellen, dass die darin befindlichen Fische betrachtet werden können, ohne dass der Beutel angehoben werden muss. Die Beutel müssen so aufgestellt werden, dass sie nicht um- oder herunterfallen können. Sie müssen in einem ausreichenden Abstand zur Verkehrsfläche aufgestellt werden, damit die Fische nicht unnötig beunruhigt werden und nur von Personen begutachtet werden, die ein echtes Kaufinteresse haben.
Wolfgang Staeck
Die Hintergründe
Mit ca. 80 Milliarden US$ (Stand 1980) gehörte Brasilien zu den am höchst verschuldeten Ländern der Welt!
Aufgrund reichlicher Ressourcen erfolgte die Erschließung Amazoniens und die Wasserkraft sollte die Lösung des Problems werden.
Die katastrophalen Folgen für die Umwelt sind bekannt und zeigen, dass Industrie und Ökonomie gewaltige Sprünge gemacht haben.
Die Fische des Xingu haben uns lange erfreut – jetzt brauchen sie unsere Hilfe!
Weiterlesen
Vielfleck Apistogramma
Crenichila lugubris
Hypancistrus zebra
DCG-Informationen
Inhaltsverzeichnis Dezember 2010
Titelbild:
In der Natur kommt Aulonocara jacobfreibergi vom Nord- bis zum Südende des Sees in mehr oder weniger stark unterschiedlich aussehenden Populationen vor. In unseren Aquarien werden vornehmlich Zuchtvarianten dieser Art gepflegt. Vor allem der so genannte „ Eureka“ hat vielfach die Naturform bei den Liebhabern von Malawisee-Cichliden verdrängt. Oben: albinotisch Form des „ Eureka“. Mitte: signalfarbener Zuchtstamm. Unten: Aulonocara jacobfreibergi „Eureka„ aus dem Jahr 1989“ Fotos: Erwin Schraml
Schraml, Erwin
Heureka, der Eureka!
Buchhauser, Peter
Mexiko 2009: 2. Teil: Die einzelnen Biotope
Von Teapa über den Isthmus zum Pazifik
Gabler, Gerhard
Fern der Zivilisation: M´Buna Bay Lodge
Fischer Roland F.
Buchbesprechung: Schneckenbuntbarsch-Fibel
„Every time I climb the mountain and it turned into a hill
I promised me that I’d move on – and I will.” Ronnie James Dio – „strange highways”
Hallo Welt – insbesondere DCG Mitglieder!
Mit Freude präsentieren wir den neuen Onlineauftritt der „Deutsche Cichliden-Gesellschaft e.V.”
Rund ein halbes Jahr ist seit dem ersten Gedanken um ein frischeres Aussehen vergangen. Bis hierher galt es steinige Pfade zu bezwingen. Wie dem Eingangszitat zu entnehmen, haben wir uns nicht entmutigen lassen und können sagen: Der Anfang ist gemacht. Optisch wird sich noch einiges ändern, soweit es die freie Zeit zuläßt.
Ihr könnt uns gern helfen indem ihr Fehler auf der Seite – sowohl inhaltlich als auch optisch – meldet. Nehmt Kontakt mit uns auf! Danke.
Wie gehts weiter?
Zeitlich war erstmal nicht mehr zu machen. Das Ziel, alle Inhalte der alten Seite in den neuen Internetauftritt zu überführen haben wir einhalten können. Die Gestaltung fertig zu stellen hat sich als zu ambitioniert herausgestellt. Wir werden hier weiter dran feilen! Es lohnt ein regelmäßiger Besuch! Um den derzeitigen Stand mit dem vermeintlich „der Deutschen liebsten Hobby” zu umschreiben: „Die Grundierung ist aufgetragen – jetzt fehlt noch der Lack.” Die Feiertage werden wir aber erst einmal nutzen um Fehler auszumerzen und vor allem Luft zu holen. Somit steht ja schon der erste Wunsch für’s Jahr 2011 fest.
Warum die neue Seite?
Der alte Auftritt sah schon sehr altbacken aus. Das wir nicht nur Freaks sind, sondern auch einen Plan haben, von dem was wir tun, wollen wir zeigen.
Ein Einschnitt ist geschehen, indem wir nun Vereinswirken und Fachwissen trennen. Dafür gibt es die Webseite www.dcg-online.de und die Encyclopedia erreichbar unter www.dcg-online.de/encyclopedia. Da ist das Fachwissen gebündelt und vor allem übersichtlich abrufbar. (im Aufbau – versteht sich)
Wo soll die Reise hingehen?
Soweit die Projekte “Internetpräsenz” und “Encyclopedia” fertig gestellt sind bzw. einen runden Eindruck machen, werden wir noch eine Optimierung für Smartphones & Tablets vornehmen. Wissen unterwegs verfügbar zu haben ist sicher interessant bei Disskusionen oder vor der Anlage eines Händlers bzw. Züchters. Eine Idee ist es auch noch, die website für HbbTV zu optimieren, um die Anzeige auf dem neumodschen Fernseher zu gewährleisten. Vor 2012 sollte man damit aber nicht rechnen… Noch sind die Standards nicht endgültig und die Hersteller suchen mal wieder – leider – ihre eigenen Wege. Hier gilt es Abzuwarten und Pfleglinge beobachten.
Wichtig ist auch noch das Angebot Seiten für Regionen & Arbeitskreise bereit zu stellen, falls gewünscht. Ideensammlung zur nächsten Hauptversammlung vortragen!
Welche Funktionen bietet die website jetzt?
Darauf werde ich (dn) nochmal gesondert eingehen. Die Liste ist lang, die Wunschliste aber noch länger!
Wir wünschen angenehme Feiertage und Freude beim Stöbern.
David Neugebauer & Rudolf Uebel am 24.12.2010 irgendwo im weltweiten Netz…
DCG-Informationen
Inhaltsverzeichnis November 2010
Titelbild:
Kurz vor der Grenze zu Guatemala befindet sich der „Quelltopf“ Aguas Verdes. Im kristallklaren, nährstoffarmen Wasser wimmelt es vor Fischen. Zehn Cichlidenarten konnten wir beim Schnorcheln in diesem riesigen, fantastischen „Unterwasseraquarium“ ausmachen: Thorichthys meeki und T. helleri, Vieja heterospila und V. synspila, Rocio octofasciata, Petenia splendida, „Cichlasoma“ salvini, „C.“ urophthalmus, Astatheros robertsoni und Oreochromis aureus. Foto: Peter Buchhauser
Buchhauser, Peter
Mexiko 2009: 2. Teil: Die einzelnen Biotope
Wukasch, Harald
Vergessene Schönheiten: Victoriasee-Cichliden
Dennenmoser, Jürgen
Familiengründung bei Lepidiolamprologus nkambae (Staeck, 1978)
Fischer, Roland F.
Neues aus Fernost: Transgene Buntbarsche
DCG-Informationen
Inhaltsverzeichnis Oktober 2010
Titelfoto:
„Alte Liebe rostet nicht“. Auch im fortgeschrittenen Alter sind viele Buntbarscharten noch fortpflanzungsaktiv. Bei heroinen Cichliden wie dem Diskus kann die im Aquarium einmal eingegangene Paarbindung ein ganzes Fischleben (und das kann weit mehr als ein Jahrzehnt betragen!) anhalten. Im Bild eine Wildfangnachzucht von Symphysodon haraldi „Alenquer-Trinidade“. „Er“ (links) ist 7 Jahre, 3 Monate und 24 Tage alt. Das Weibchen ist zu Zeitpunkt der Aufnahme 6 Jahre, 8 Monate und 29 Tage jung.
Foto: Roland F. Fischer
Fischer, Roland F.
Anmerkungen zur Lebenserwartung unserer Fische – Erste Auswertung der Umfrageergebnisse
Hoyer, Rainer
Ein seltener Aquarienpflegling: Etroplus suratensis (Bloch, 1790)
Morgenstern, Rico
Astatotilapia calliptera (Günther, 1893) – Der „andere“ Malawisee-Cichlide. 2. Teil
DCG-Informationen
Inhaltsverzeichnis Sonderheft 2009
25 Jahre Arbeitskreis Großcichliden
Titelbild:
Ab welcher Gesamtlänge man von Großcichliden spricht, ist durchaus von der persönlichen Ansicht geprägt. Dass es sich bei den Kammbuntbarschen der Gattung Cichla aber um ganz große aus der Familie der Buntbarsche handelt, ist unbestritten. Im Bild: Imponierende Cichla monoculus
Foto: Jens Teuscher
Staeck, Wolfgang
Vorwort
Krahnefeld, Lutz
25 Jahre Arbeitskreis Großcichliden
Werner, Uwe
Wieder aufgetaucht: Der Gürtelbuntbarsch Vieja zonata (Meek, 1905)
Oehler, Uwe
Chuco godmanni (Günther, 1862)
Sosna, Ernst
Thorichthyszauber
Kirsten, Guido
Die Cichlidenfauna der Cenoten an der Riviera Maya
Krahnefeld, Lutz
(Fast) alles über Gescheckte Zebrabuntbarsche
Breitlow, Thomas
Aequidens tubicen
Albering, Jörg
Sanfte Riesen – Hypselecara temporalis
Teuscher, Jens
Cichla temensis – Beobachtungen im Aquarium