Erfreulicherweise wachsen unsere Aktivitäten langsam, aber stetig. Zuerst ist die schon sehr gut eingespielte Arbeit um die Viktoriasee-Cichliden unter der Leitung von Marco Welss und seinen Mitstreitern (Michel Hayoz, Reinhard Reuter, Toni Wagner etc.) und der Zusammenarbeit mit Mark Regent vom Museum in Braunschweig zu nennen. Auch die Westafrikanischen Cichlidenarten Limbochromis robertsi durch Stefan Inselmann und Benitochromis ufermanni und Coptodon cf. camerunensis durch Dr. Lutz Fischer sind gut betreut. Selber habe ich als Artkoordinator zu Bujurquina oenolaemus ebenfalls gute Meldungen.
Neu sollten mit den Bestandsmeldungen von Anfang 2020 noch einige Arten erfasst werden können. So hat Dr. Uwe Römer zwei Lokalendemiten aus Peru in Obhut (Apistogramma cinilabra, A. sp. „Oregon“) und versucht diese jetzt durch weitere zuverlässige Züchter breiter abzustützen. Pascal Sewer möchte Hemichromis sp. „Gabun“ und Hemichromis exsul in Zukunft als Artkoordinator betreuen. Mit dem Zoo in Bern sind dazu auch schon Kontakte geknüpft. Von Martin Steinhäuser erwarte ich erstmalige Meldungen zu Astatotilapia aeneocolor. Dr. Helmut Wedekind wird die selbstgesammelte Art Andinoacara pulcher vom Typus Fundort auf der Insel Trinidad überwachen. Ein ganz spezieller Kontakt bahnt sich zu Cichliden aus Madagaskar über Prof. Dr. Thomas Ziegler vom Zoo Köln an. Er versucht, im Namen der Madagascar Fauna & Flora Group die Zoobestände an bedrohten madegassischen Arten zu sichten und besser zu verteilen, um lokalen Aussterbeereignissen zuvor zu kommen (Eine Masterstudentin an der Uni Köln schreibt über das Thema gerade ihre Abschlussarbeit). Dass ein sinnvolles Miteinander von Zoos und Privatpersonen weiter ausgebaut wird, ist der nächste Schritt. Wahrscheinlich kann unsere geplante Reise im November 2020 nach Madagaskar dazu beitragen.
Alle Interessierten an längerfristiger Haltung von Fischen aus dem Arterhaltungsprogramm sind freundlich eingeladen, sich bei den erwähnten Artkoordinatoren zu melden. Gerne kann ich auch Kontakte vermitteln. Die erwähnten Artkoordinatoren bitte ich auch auf diesem Weg, sofern vereinzelt noch nicht erledigt, um Ihre geschätzten Bestandsmeldungen für Anfang 2020.
Nur gemeinsame ernsthafte Arbeit kann bei der Arterhaltung Erfolge bringen!
Robert Guggenbühl, Ressort Arterhaltung